Spannung im Badminton

Die zweite Mannschaft der Badminton-Abteilung der TSG Slitisa Schlitz trat am 28. September 2014 ersatzgeschwächt zum Auswärtsspiel bei dem neu formierten und erfolgshungrigen Team des Kasseler Stadtteils Sandershausen an. Nach erfolgreicher Anreise und intensivem Aufwärmprogramm begannen die Spiele mit dem ersten Herrendoppel, welches Christoph Ochs und Jürgen Becker experimentell angingen. Christoph Ochs kam gut ins Spiel und konnte durch gezielte Smashs das Spielgeschehen schnell an sich reißen. Jürgen Becker ergänzte ihn perfekt, indem er im Stile eines Terminators am Netz die Bälle tötete und so die Punkte machte. So gewannen die beiden den ersten Satz ungefährdet mit 21:13. Im zweiten Satz konnten sie nahtlos an die guten Leistungen anknüpfen und die Schwächen der Gegner noch besser ausnutzen, um schließlich deutlich mit 21:11 zu gewinnen. Zeitgleich fand das Damendoppel statt, dass durch die Schlitzerländer Madeln Valentina Schächtel und Julia Kosilova bestritten wurde. Julia Kosilova stieß nach zweiwöchigem Trainingslager in Moskau zurück zur Mannschaft. Die beiden Damen fanden sich schnell zusammen, verstanden sich praktisch blind auf dem Center Court und gewannen den ersten Satz mit 21:8. Im zweiten Satz fügten sie zur Begeisterung des internationalen Publikums immer wieder trickreiche Kunstschläge ein und gewannen mit 21:11. Thorsten Lau und Lars Jung verloren im zweiten Herrendoppel unglücklich mit 13:21 und 16:21.

 

Das erste Herreneinzel bestritt unser Bezirksoberliga-erfahrener Spieler Christoph Ochs. Sein ebenfalls höhere Klassen gewohnter Gegner wehrte sich tapfer, musste sich aber schließlich dem unbändigen Siegeswillen des Schlitzer Spielers geschlagen geben. Christoph Ochs gewann mit 21:18 und 21:15 klar mit 2:0 Sätzen. Im Dameneinzel trat Julia Kosilova an. Durch ihre herausragende Technik und Athletik dominierte sie ihre Gegnerin nach Belieben. Sie gewann ungefährdet in zwei Sätzen mit 21:7 und 21:5. Anschließend trat Thorsten Lau mit Valentina Schächtel im heiß umkämpften und vielleicht vorentscheidenden Mixed an. Durch ein variationsreiches Spiel konnten die Schlitzer ihre Gegner im ersten Satz in Schach halten und gewannen mit 21:18. Im zweiten Satz schlugen die Hausherren zurück und nutzten den Heimvorteil, wodurch sie mit 14:21 ausglichen. Der spannende dritte Satz stand bevor. In der Spielpause fand ein intensives Coaching durch unseren Trainer Claus Friske statt, der das Spiel gut gelesen hatte.  Trotzdem stand das Schlitzer Mixed unter einer hohen psychischen Belastung. Deshalb war es nicht möglich, alle Tipps in die Praxis umzusetzen, sodass am Ende das Spiel knapp mit 21:14 im dritten Satz verloren ging. Da Lars Jung das dritte Herreneinzel verloren hatte (13:21 und 11:21) musste die Entscheidung im zweiten Herreneinzel fallen. Jürgen Becker hatte es nun Mann gegen Mann in der Hand, ob sich Schlitz mit einem Unentschieden zufrieden geben musste oder der Statistik einen weiteren Sieg hinzufügen konnte. Im ersten Satz ließ er es langsam angehen und beobachtete die Spielweise seines Gegners genau. Er verlor diesen mit 19:21, konnte aber seine gewonnenen Erkenntnisse im zweiten Satz gezielt einsetzen und durch gutes taktisches Spiel deutlich mit 21:7 gewinnen. Die Spannung stieg ins Unermessliche. Nach deutlicher Führung auch im dritten Satz, ließ Jürgen Becker seinen Gegner noch einmal kurz herankommen um aber dann völlig ungefährdet auch diesen Satz mit 21:15 und damit das ganze Spiel für sich zu entscheiden. Insgesamt war dies der wichtige Punkt zum 5:3 Sieg der zweiten Mannschaft aus Schlitz.

„Es hätte theoretisch auch ausgereicht, nur mit zwei Herren und zwei Damen anzureisen“, so Lars Jung nach der Videoanalyse des Spielergebnisses. Inwieweit sich diese Erkenntnis jedoch in den Aufstellungen zu den folgenden Spielen niederschlagen wird, werden weitere Untersuchungen im Training ergeben. Wir bedanken uns bei allen mitgereisten Fans und freuen uns auch wieder auf zahlreiche Unterstützung im kommenden Heimspiel am 04.10.2014 um 15.30 Uhr in der Dreifelderhalle in Schlitz, wenn wir die erste Mannschaft aus Sandershausen als Gast begrüßen dürfen.