4:4 Unentschieden Schlitz gegen Fritzlar

Aus Sicht eines Zuschauers

Oh je, ist es schon so spät? Erschreckend schau ich auf die Uhr und stelle fest, dass es schon fast 10 Uhr ist. Schnell springe ich unter die Dusche und eile dann mit leerem Magen zum Schlitzer Badminton Spiel gegen Fritzlar los. Um 10:30 ist Spielbeginn. Ob ich es noch schaffe rechtzeitig anzukommen? Die Straßen sind Gott sei Dank frei, das mag wahrscheinlich am Sonntag liegen.

Als ich bei der Halle ankomme, stehen schon jede Menge Autos davor. Ich suche mir einen freien Parkplatz und laufe rasch in die Halle. Ich bin zu spät. Das Spiel ist schon im vollen Gange. Auch jede Menge Zuschauer schauen schon gebannt den Spielen zu. Von der Tribüne aus hat man einen super Blick. Unten spielen gerade die Herrendoppel Ochs/Richter gegen Block/Lindner und Litz/Gimpel gegen Klapsing/Plogmann. Es läuft super, beide gewinnen den ersten Satz. Doch wo ist eigentlich das Damendoppel? Ich werde aufgeklärt, dass die Gegner nur mit einer Dame angereist sind und dadurch es schwierig bis hin zu unmöglich ist ein Damendoppel antreten zu lassen. Das leuchtet ein. Abgesehen davon, dass nun 2 Spiele ausfallen, das Dameneinzel nämlich auch, da sich die Dame für das Mixed entschieden hat und zweimal Spielspaß für unsere Damen verloren geht, haben wir so zwei Siegespunkte sicher. Ein 2:0, kein schlechter Anfang ohne überhaupt ins Schwitzen zu kommen.

Mittlerweile sind die Männer auch schon im zweiten Satz. Langsam merke ich, dass ich noch nichts gefrühstückt habe. Kaffeeduft liegt in der Luft. Also immer der Nase nach. Alles ist super organisiert. Belegte Brötchen, Kuchen, frischer Kaffee, alles da, was will man mehr. Die Spieler wissen wie sie ihre Zuschauer verwöhnen können. Ich schnapp mir ein Brötchen und eine Tasse Kaffee und widme mich wieder den Spielen.

Es bleibt spannend. Die Punkte schaukeln sich abwechselnd auf beiden Seiten hoch. Keiner möchte Punkte abgeben. Doch scheinbar wollen die Spieler es für die Zuschauer spannend machen und gehen beide in den dritten Satz.

Mittlerweile habe ich auch wieder die Hände frei und kann kräftig klatschen und anfeuern.

Abwechseln schaue ich den Spielen zu. Spannend bis zur letzten Minute. Fast Zeitgleich gehen die Herrendoppel zu Ende. Auf der einen Seite der Sieg, auf der anderen Seite eine knappe Niederlage. Das zweite Herrendoppel Gimpel/Litz gewinnt gegen Klapsing/Plogmann mit 21:17, 19:21 und 21:16. Das erste Herrendoppel Ochs/Richter gegen Block/Lindner muss leider zu 21:15, 12:21 und 10:21 abgegeben werden. Somit steht es nun 3:1 für Schlitz. Noch ein Punkt und ein Unentschieden ist sicher.

Valentina Schächtel macht sich in der Zeit schon warm fürs Mixed. Nach kurzer Verschnaufpause ist auch Christopher Ochs wieder bereit und das Mixed gegen Klapsing/Schmidt kann beginnen. Es scheint ein wenig zu dauern, bis unser Mixed ins Spiel kommt. Doch im zweiten Satz sind sie wieder voll dabei und treiben die Spannung auf den Gipfel. Gibt es vielleicht doch noch einen dritten Satz? Leider reicht es nicht, und das Spiel muss ganz knapp im zweiten Satz mit 4:21 und 19:21 abgegeben werden.

Während dessen findet nebenan schon das erste und zweite Herreneinzel statt. Bei jedem Feld steht eine Zähltafel, die von Mannschaftsspielern oder freiwilligen Zuschauern besetzt wird, die noch näher am Geschehen teilhaben möchten. Ein toller Service, den ich bisher nur bei Schlitzer Heimspielen gesehen habe. So kann jeder Zuschauer sich über den Spielstand informieren und sehen

welcher Spieler noch ein wenig mehr Motivation und Anfeuerung braucht, wenn es gegen Ende knapp wird.

Nun aber zu den Herreneinzeln. Im ersten Herreneinzel Ekrem Richter gegen Matthias Block will der Ball nicht immer das Feld treffen. Es fehlt manchmal nur ein Zentimeter hinten oder an der Seite. Das Spiel muss leider mit 15:21 und 16:21 abgegeben werden.

Im Mittelfeld trifft Sebastian Litz im zweiten Herreneinzel auf Mario Lindner. Was die Sätze angeht, schöpft Sebastian Litz heute alles aus. Wie im Herrendoppel gibt es auch hier drei Sätze. Denkbar knapp beendet der Gegner den ersten Satz, doch das lässt Sebastian

Litz nicht auf sich sitzen und holt sich den zweiten Satz zurück. Nun soll der dritte Satz entscheiden, wer den Punkt nach Hause holt. Bereits etwas außer Atem treten beide Spieler erneut aufs Feld und geben nochmal alles. Doch letztendlich muss Sebastian Litz den Punkt an Mario Lindner mit 19:21, 21:18 und 16:21 abgeben. Nun hängt das Unentschieden an Simon Gimpel.

Im dritten Einzel tritt er gegen Jörg Plogmann an. Gespannt beobachte ich mit allen anderen Zuschauer das Spiel. Durch gute Laufarbeit scheucht Simon Gimpel seinen Gegner in die Ecken des Feldes um dann mit einem Schmetterball anzugreifen. Mit einem schönen Spiel gewinnt er mit 21:15 und 21:15.

Das Unentschieden ist geschafft!!!  Wenn es um die gewonnen Sätze ginge, läge Schlitz sogar mit einem Gewinnsatz vorne. Aber hier zählen nun mal nur die Gewinnpunkte der Spiele.

Als schöner Spielabschluss trifft man sich anschließend mit den Gegnern und den Zuschauern in der "Cafeteria", in der die verlorene Energie, ob durch Spielen oder Anfeuern, wieder aufgefüllt werden kann. Man kennt sich unter den Spielern und tauscht sich in einer netten Plauderrunde über dies und jenes aus. Bei beiden Mannschaften steht die Freude am Spiel im Vordergrund und die war reichlich vorhanden.

Im nächsten Spiel geht's nach Fulda. Dies ist zwar kein Heimspiel, aber auf Grund der nahen Entfernung ist es eigentlich ein Muss für jeden die Mannschaft tatkräftig anzufeuern und vorbei zu kommen. Wir freuen uns jedenfalls über jeden Besucher der unsere Schlitzer Mannschaft auch in Fulda anfeuert. Das Spiel findet am übernächsten Sonntag, den 11.12 um 10 Uhr in der Sporthalle der Bardoschule in Fulda statt.

  • Christoph Ochs
  • Sebastian Litz