Badmintonfreunde in Dietges (Rhön)

Schlitzer Badmintonfreunde im Kreisjugendheim Dietges (Rhön)

Federballer verbrachten drei Tage im Schnee 11.03.2000

Schlitz (wr).
Manch namhafter Fußballverein fährt in den Süden für die letzten Saisonvorbereitungen, aber wir bevorzugen nun mal in dieser Jahreszeit Schnee pur. Und den finden wir gleich um die Ecke in der Rhön inklusive Höhentraining.
Und so kam es, dass unser 40 Personen starker Kader am Freitag, dem 18. Februar, in dem extra für uns neu renovierten Kreisjugendheim in Dietges Quartier bezog.
Die gemütliche Atmosphäre, Selbstversorgung und vor allem der Aufenthaltsraum mit dem großen, knisternden, offenen Kamin, umringt von einer winterlichen Märchenlandschaft, war wie für uns geschaffen.
Es war uns allen klar, dass wir enorme Trainingsrückstände hatten. Aber als unser Trainer dann die Schwerpunkte unseres diesjährigen Zusammenkommens erläuterte, waren alle sprachlos. Minutiös war alles durchorganisiert, ein knallhartes Fitnessprogramm war angesagt.
Hier ein kleiner Ausschnitt: Aufstehen, wenn man Lust und Laune hat. Frühstück, so lange man will, so viel man will. Erholen. Schneeballschlacht, wer Lust hat, oder als Abkühlung bei zu langem Liegen vorm offenen Kamin. Entspannen. Schlittenfahren. Relaxen. Schneemannbauen * usw. (die Reihenfolge ist individuell austauschbar, um einem Übertrainieren vorzubeugen). Es war schon hart, und so manch einer spürte gaaaanz deutlich seine Trainingsdefizite.

                                               

                            Sie tauschten für ein paar Tage die Federbälle gegen Schneebälle.


Am Freitagabend, nach einem sehr üppigen Abendessen, ging es traditionsgemäß zum nächtlichen Schlittenfahren bei Mondenschein. Die Rodlepiste war auch diesmal mit Fackeln eingerahmt worden, sodass alle Schneefahrzeuge und andere leckere Spezialitäten ausgiebig getestet werden konnten. Danach wurden noch bis tief in die Nacht viele mitgebrachte Gesellschaftsspiele getestet und so manche neue Regel erfunden. Am folgenden Tag stand nach dem Aufstehen Konditionstraining auf der unendlich langen Trainingsliste. Eine Marathonwanderung war angesetzt. Zur Enzianhütte, die unter erheblichen Strapazen, aber doch pünktlich zum Mittagessen erreicht wurde. Zwischendurch erprobte man noch verschiedene Variationen des Schneeballwerfens auf drei Gewinnsätze und Schneekugelweitrollen.
Viele Schneebälle später kehrten wir wieder in unsere Unterkunft zurück und entspannten uns ausgiebig und strikt nach Plan bei Kaffee und Kuchen. Nur unser Nachwuchs fuhr noch so lange es hell war Schlitten, baute Schneemänner und super Autogaragen aus feinstem Schnee.

                                                                                          Die neuesten Modetrends. Man beachte die Schuhe!


Am Abend dann wieder Training. Die Reaktionszeiten und verschiedene Schlagtechniken, besonders die Rückhand wurden in unterschiedlichen Spielsituationen getestet, wobei auch andere Körperteile in Mitleidenschaft gezogen wurden. Zum Schluss gab es noch ein Wettrennen mit neu gestylter super cooler Sportbekleidung, die auf dem Spielfeld noch einige hundertstel Sekunden bringen soll, besonders die Schuhe.
Die Zeit ging wie im Flug vorbei und am Sonntagmittag trat man die Heimreise an. Viel zu früh, wie einige bekundeten, denn so mancher konnte vom Rodeln einfach nicht genug haben. Während man die Autos vom Neuschnee befreite, waren sich alle einig, dass es ganz sicher eine Wiederholung geben wird. Alle kamen sich wieder ein Stück näher, und man lernte sich noch besser kennen. Es war einfach ein tolles Wochenende.

 

 Alles selbst gebaut!